Träger der Bürgermedaille in Gold

Mit großer Anteilnahme nimmt die Gemeinde Schonungen Abschied von ihrem langjährigen Gemeinderat und Ehrenamtlichen Karl Schmitt. Im Rahmen der Trauerfeier würdigte Bürgermeister Stefan Rottmann das außergewöhnliche Lebenswerk eines Mannes, der über Jahrzehnte das öffentliche Leben der Großgemeinde entscheidend mitprägte.

„Mit Karl Schmitt verlieren wir einen Menschen, der wie kaum ein anderer für Verantwortung, Verlässlichkeit und Heimatverbundenheit stand. Er war über viele Jahrzehnte eine feste Institution in Schonungen und hat unsere Gemeinde nachhaltig geprägt“, erklärte Bürgermeister Stefan Rottmann in seiner Trauerrede.

Mehr als drei Jahrzehnte gehörte Karl Schmitt dem Schonunger Gemeinderat an. Bereits 1972 wurde er erstmals für die SPD in das Gremium gewählt. In zahlreichen Ausschüssen – darunter der Bauausschuss, der Rechnungsprüfungsausschuss und der Schulverbandsausschuss – arbeitete er engagiert an der Entwicklung Schonungens mit. Besonders in der Zeit der Gemeindegebietsreform ab 1978, als aus ehemals eigenständigen Gemeinden die heutige Großgemeinde entstand, leistete Schmitt einen wichtigen Beitrag dazu, Veränderungen konstruktiv zu begleiten und den Zusammenhalt zu stärken.

Für seine kommunalpolitischen Verdienste erhielt er 1994 die Kommunale Verdienstmedaille aber auch die goldene Bürgermedaille. Über viele Jahrzehnte engagierte er sich zudem im SPD-Ortsverein und übernahm dort zahlreiche Aufgaben und Funktionen.

Nach seiner aktiven Zeit im Gemeinderat widmete sich Karl Schmitt mit großem Einsatz der Solidargemeinschaft umweltbewusster Bürger (SuB). Als Gründungsmitglied und langjähriger Kassier setzte er sich unermüdlich für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit der sogenannten Sattler-Altlast ein. Zahlreiche Informationsveranstaltungen, Protestaktionen und Gespräche trugen seine Handschrift.

„Karl Schmitt war nie ein Mensch der lauten Worte. Er arbeitete meist im Hintergrund, besonnen, sachlich und mit großer Ausdauer. Gerade diese ruhige Art machte ihn zu einem geschätzten Ratgeber und zu einer Persönlichkeit, die großes Vertrauen genoss“, betonte Rottmann.

Neben der Kommunalpolitik engagierte sich Karl Schmitt über Jahrzehnte in zahlreichen Vereinen. Besonders eng verbunden war er dem TSV 1866 Schonungen. Seine Leidenschaft galt vor allem dem Handballsport, dessen Entwicklung in Schonungen er maßgeblich unterstützte. Für sein langjähriges Wirken wurde er unter anderem mit der Goldenen Ehrennadel und der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Auch im genossenschaftlichen Bereich übernahm Karl Schmitt Verantwortung. Seit 1974 engagierte er sich im Raiffeisenverband und war zuletzt Mitglied des Aufsichtsrates der VR-Bank Schweinfurt Land.

Bürgermeister Rottmann erinnerte in seiner Ansprache auch an die persönliche Seite des Verstorbenen. „Karl Schmitt blieb trotz seiner zahlreichen Ämter immer bescheiden und bodenständig. Er verlor nie die Nähe zu den Menschen und war für viele ein geschätzter Gesprächspartner. Seine Stimme, seine ruhige und besonnene Art werden vielen von uns in Erinnerung bleiben.“

Besonderen Dank richtete der Bürgermeister an Karls Ehefrau Margot, die ihren Mann über Jahrzehnte begleitet und unterstützt habe. „Hinter einem solch außergewöhnlichen ehrenamtlichen Lebenswerk steht immer auch ein Mensch, der den Rücken freihält. Dafür gebührt Margot Schmitt unser tief empfundener Dank und unsere große Anerkennung.“

Zum Abschluss seiner Würdigung sagte Stefan Rottmann: „Im Namen der Gemeinde Schonungen, des Gemeinderates sowie aller früheren Bürgermeister und Gemeinderäte verneigen wir uns vor dem Lebenswerk von Karl Schmitt. Sein Einsatz für unsere Heimatgemeinde bleibt unvergessen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.“

Mit Karl Schmitt verliert Schonungen eine Persönlichkeit, deren jahrzehntelanges Wirken weit über politische Grenzen hinaus Anerkennung fand und die das Gemeindeleben nachhaltig geprägt hat.

 

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